versus POLEN

und Deutschland – Vergangenheit und Zukunft

Breslau – Einwohner und Gäste der Stadt

Stadtpanorama

Stadtpanorama

Während der Jahrhunderte haben sich die Bresaluer Staatszugehörigkeit, seine Rechtslage und die Bräuche ständig geändert. Nur der Wille zum Überleben und die Liebe der jahrhundertelange ansässigen Einwohner und durch das Schicksal hierher geführten Menschen blieben unverändert. Wroclaw ist eine alte Stadt, in der sich wichtige Handelswege kreuzen und multikulturelles Leben so interessant und anziehend für Neuankömmlinge ist. Hier wohnte polnisches, böhmisches und ungarisches Volk. Dank der Entdeckung einiger Grabmäler im Jahre 1848 weiß man, dass auch hier im XIII. Jahrhundert eine zahlreiche und wohlhabende jüdische Gemeinde lebte, aus der viele bedeutende Persönlich-keiten hervorkamen. Zahlreiche Spuren wurden hier von den Deutschen hinter-lassen, denn ihr Einfluss auf die Stadtentwicklung war von Anfang an sehr intensiv.

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Tannenberg

Jan Matejko - Schlacht bei Tannenberg; Nationalmuseum Warschau

 Schlacht bei Tannenberg

Der Deutsche Orden*, auch Kreuzritter genannt, wurde im Jahre 1226 vom Herzog Konrad von Masovien nach Polen geholt. Der Herzog versprach sich vom Orden Hilfe im Kampf gegen den heidnischen Volksstamm der Pruzzen* sowie seine Bekehrung zum Christentum. Die dem christlichen Polen gegenüber feindlich gesinnten Pruzzen befanden sich im fortwährenden Krieg mit dem Königreich. Die Entscheidung, den Deutschen Orden nach Polen zu holen, erwies sich für das Land als folgenschwer, obwohl es zugleich keine Zweifel gibt, dass die Kreuzritter zur Christianisierung der Gebiete maßgeblich beigetragen haben. Der anfänglich kleine Orden, den seine Mitglieder kurz nach ihrer Ankunft im Kulmer Land gegründet haben, wuchs schnell zu einer bedeutenden militärischen und politischen Macht.

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Articuli Henriciani

Sigismund II. August

Sigismund II. August

Der letzte Nachfahre aus der Dynastie der Jagiollonen, Sigismund II. August, hinterließ nach seinem Tod keine Nachkommen, was zum ersten Interregnum in Polen geführt hat. Aus diesem Grunde berief der polnische Adel im Januar 1573 den Warschauer Konvokationssejm ein, der das Datum und den Ort (Mai 1573, sog. Błonia bei Warschau) für die erste freie Wahl eines neuen Königs in Rzeczpospolita festgesetzt hat. Während der Tagung des Konvokationssejms verabschiedeten die versammelten Adelsvertreter eines der ungewöhnlichsten Dokumente in der Geschichte des Landes – die Generalkonföderation von Warschau. Der eigentliche Rechtsakt der General-konföderation, der sog. pax dissidentium, wird auf den 28. Januar 1573 datiert. Das Dokument selbst wurde allerdings erst im Mai nach der Wahl Heinrichs von Valois zum König verabschiedet. Es handelte sich dabei um eine Art Verfassungsdokument, zu dessen berühmtesten Passagen die Einführung eines konfessionellen Toleranzedikts gehörte.

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Der II Weltkrieg

Während  des Krieges schweigen die Rechte

Der Zweite Weltkrieg war der größte militärische, der verlustreichste und verheerendste Konflikt der bisherigen Geschichte der Menschheit. Menschen aus aller Welt haben daran teilgenommen. Er war ein Grund des Zusammen-bruches der ganzen Nationen und des Entstehens neuer Supermächten. Es war ein Krieg zur Verteidigung der Demokratie – in zahlreichen besetzten Ländern waren Widerstandbewegungen entstanden, in denen Anhänger aus allen Gesellschaftsschichten gekämpft haben. Am meisten die Leid tragenden waren jedoch die Millionen einfacher Menschen; im Kampf um Leben und Tod waren ganze Nationen beteiligt. Sechs Jahre lang hat der Weltkonflikt gedauert, der die zahlreichen Momenten des Mutes und Opferbereitschaft aber auch unvor-stellbaren Grausamkeiten und Schrecken gezeigt hat. Ein Weltkonflikt, der die Weltordnung  zerstört hat.

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Das Reichstagsgebäude

 Reichstag

Reichstag

Seit der Gründung des Kaiserreiches im Jahre 1871 gab es ein Parlament für alle Deutschen, den Reichstag. Erster Sitz des Parlamentes in Berlin war ab 1871 das, als Provisorium errichtetes Preußisches Herrenhaus in der Leipziger Straße. Obwohl die Raumverhältnisse dort sehr beengt waren ahnte damals niemand, dass das Provisorium 23 Jahre lang der Parlamentsitz bleiben wird. Im Jahre 1871 wurde eine Reichstags-baukommission ins Leben gerufen derer Aufgabe war einen Bauplatz, für den repräsentativen Neubau, zu suchen. Es gab Probleme mit der Wahl eines passenden Grundstückes. Doch nach kurzer Suche bestimmte die Kommission einen Bauplatz an der Ostseite des Königsplatzes (heute: Platz der Republik). Dieses Grundstück war jedoch mit dem Palais des polnischen Grafen Raczyński*, eines Diplomaten und Kunstsammlers, bebaut.

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Kurfürstendamm

Breitscheidplatz

Breitscheidplatz

Der berühmteste Boulevard Berlins, der Kurfürstendamm*, wird 125 Jahre alt. Der Ku´Damm und die Tauentzienstraße stehen auf Platz eins der Berliner Einkaufsmeilen. Hier gibt es die meisten Einkaufs-möglichkeiten und Flächen, die höchsten Passanten Zahl, das KaDeWe (Kaufhaus des Westens), Europa-Center und natürlich die Kaiser–Wilhelm–Gedächtniskirche*.

Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche

Im Mai 1886 rollte das erste Dampfstraßenbahn über den Ku´Damm aber erst ein paar Jahre zuvor konnte sich Otto von Bismarck mit seiner Idee, den einfachen kurfürstlichen Reitweg zu einem 53 Meter breiten Boulevard auszubauen, durchsetzen. Das Vorbild für Bismarck war der Pariser Champs-Élysées.

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Hitler-Stalin-Nichtangriffspakt

Wenige Tage vor Ausbruch des 2. Weltkrieges schlossen Hitler und Stalin einen Nichtangriffspakt. In dessen geheimen Zusatzabkommen vereinbarten sie die Aufteilung Polens in eine deutsche und russische Interessensphäre. Mit dem Nichtangriffspakt war alles perfekt inszeniert und der Krieg gegen Polen vorprogrammiert. Als, ohne Kriegserklärung, im Morgengrauen des 1. Septembers 1939 der Panzerkreuzer Schleswig – Holstein das Feuer gegen die Westerplatte* eröffnete, konnte Hitler sicher sein, dass die Sowjetunion nicht eingreifen würde. Stalin hatte mit dem Packt grünes Licht für die deutsche Kriegsmaschinerie gegeben. Der Verwirklichung Hitlers Traumes, die Stadt Danzig und den polnischen Korridor zu erobern, stand nichts mehr im Wege. Als die Engländer und Franzosen am 3. September Deutschland den Krieg erklärten, hatten die Deutschen den polnischen Korridor bereits völlig abgeriegelt. Weiterlesen

Die Anfänge der polnischen Architektur

Die Anfänge der polnischen Architektur sind in den Leistungen der Lausitzer und später der slawischen Kultur zu suchen, die mit ihren Holzkonstruktionen und spezifischen Kompositionen ganzer Wehrsiedlungen wesentliches zur architektonischen Weltkultur beigetragen haben. Ein Beispiel dafür ist u.a. die Sumpfsiedlung in Biskupin (550 v.u.Z.), aber auch die in Rost- oder Kasten-bauweise stabilisierten Burgwälle, die mitunter durch Palisaden, bestehend aus schräg in die Erde gerammten Pfählen, zusätzlich gesichert sind, wie z.B. in Łęczyca oder Posen. Auch an Objekte und Kultstätten wie den Krakus-Hügel in Krakau sei erinnert (7.–10.Jh.), wo sicherlich Stammführer der Wiślanen beigesetzt wurden. In dem einst von diesem Stamm bewohnten Gebiet finden wir auch die ersten aus Stein errichteten Objekte. Sie stehen mit dem Christentum in Zusammenhang z.B. die Rotunde St. Felix und St. Adaukt auf dem Wawel* zu Kraków (10.Jh.), obwohl noch vor der Annahme dieses neuen Glaubens durch den ersten Herrscher Polens, Mieszko I., im Jahre 966 entstanden sind.

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Die Renaissance

Zygmunt-Kapelle/Wawel

  … aus humanistischen Ideen geboren und die Rückkehr zu antiken Formen verkündet, gelang vor allem aus Ungarn nach Polen. Vom Königshof in Buda trifft auf dem Wawel ein Italiener ein, genannt Francesco. Baumeister des ersten Renaissancebau-werkes in Polen: der Archivolte über der Gruft des Königs Jan Olbracht (1502-05) und anschließend der Fenster im Westflügel der Burg, womit der große Umbau der Königsresidenz in diesem neuen Stil beginnt, auch mit der Anlage des einzigarten Arkadenhofes (16.Jh.). Etwas später entsteht hier das schönste Bauwerk der polnischen Renaissance: die Zygmunt-Kapel-le/Wawel* (1519-33). Sie wurde zum Vorbild für viele Kapellen, die in Polen im 16. und 17. Jahrhundert entstehen, wie die in Kazimierz Dolny (17.Jh.) oder in Krosno (17.Jh.). In ähnlicher Weise inspiriert der Innenhof des Wawel die Magnatenresidenzen in Baranów, Piaskowa Skała oder in Sucha. In diesem Geist gestalten auch die reichen Bürger ihre Schlösser um, wie in Ogródzieniec, (16.Jh.) heute eine Ruine.

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Der Barock

Der Barockstil entwickelt sich im Züge der Gegenreformation oder eigentlich von dem Moment an, da der Jesuitenorden in Erscheinung tritt (1564). Sein typisches Gotteshaus, die römische II-Gesu-Kirche nach einem Entwurf von Vignola, findet ihre Replik in gestalt der Krakauer Kirche St. Peter und Paul (16-17.Jh.) und wird zum Vorbild für viele Jesuitenkirchen, die zu jener Zeit in Polen gebaut wurden (z.B.: Kalisz, Warszawa, Poznań, Lublin), aber auch für zahlreiche Kirchen in den Ostgebieten (z.B.: Nieświerz, im Jahre 1584, also nur zwei Jahre nach der Errichtung der Kirche II Gesu in Rom). Einige ebenso rege Tätigkeit entfalten die Jesuiten in der Region Niederschlesien (Dolny Śląsk), wo ihre repräsentativsten Bauwerke die heutige Aula der Universität in Wrocław und des früheren Jesuitenkolleg mit Kirche sind (17.Jh.). In dieser Region entstehen auch monumentale Kirchenbauten, so eine Kirche mit ovalem Grundriss in Legnickie Pole (18.Jh.), die Zisterzienserkirche in Krzeszów (18.Jh.), die Abteikirche in Lubiąż (17.Jh.) und in Henryków (17.Jh.).

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