und Deutschland – Vergangenheit und Zukunft

Ankündigungen

Begegnung mit Gesungener Poesie aus Polen

 

 

 

POLin Polnische Frauen in Wirtschaft und Kultur e. V. präsentiert:

„Fusionen“  VII. Begegnung mit Gesungener Poesie und Theaterchansons aus Polen

Gesungene Poesie (Poezja Śpiewana), das ist mehr als nur ein Chanson. Es ist die besondere Form eines lyrischen Liederabends, wie sie in Polen vor fast 100 Jahren erfunden und durch die populären Festivals von Krakau, Allenstein und Breslau wieder weit verbreitet ist: Vertonte Gedichte bekannter polnischer Dichter werden von begabten Schauspielern zu unterhaltsam-geistreichen Liederabenden arrangiert. Oft geht es darin um Liebe, Leidenschaft und die Beziehung zwischen den Geschlechtern. Immer aber bestechen die Lieder durch ihren Wortwitz und originellen, frischen Blick auf die Welt.

Donnerstag, 28. März 2019, 20:00 Uhr
Kunstfabrik Schlot, Invalidenstraße 117, 10115 Berlin
Katarzyna Żak & Hadrian Filip Tabęcki: „Bardzo śmieszne piosenki (Sehr lustige Lieder)“

Katarzyna Żak – Schauspielerin und Chansonsängerin. Geboren 1963 in Toruń (Thorn). Studierte in Breslau an der Staatlichen Theaterhochschule. Dort debütierte sie am Theater Współczesny in Isaac Bashevis Singers Theaterstück „Der Zauberer von Lublin“ unter der Regie von Jan Szurmiej. Popularität brachten der Künstlerin die Rollen in den beliebten TV-Serien „Miodowe lata“, „Całkiem nowe lata miodowe“, „Plebania“, „Ranczo“ und durch die Satire-Show „Ucho Prezesa“. Die Schauspielerin ist eine sehr gefragte Synchron-sprecherin. 2016 erhielt Katarzyna Żak die Schauspielerauszeichnung beim XIV Internationalen Filmfestival „Tofifest“ in Thorn. In Berlin präsentiert die Künstlerin das Programm „Bardzo śmieszne piosenki (Sehr lustige Lieder)“, das ein Paradebeispiel für Theaterchansons Made in Poland darstellt: Die Texte von namhaften polnischen Autoren, wie Marian Hemar, Wojciech Młynarski, Jeremi Przybora oder Artur Andrus werden intelligent, mit Distanz, aber vor allem mit einer großen Prise Humor neu interpretiert und von dem bekannten Jazzpianisten Hadrian Filip Tabęcki neu arrangiert.

Donnerstag, 11. April 2019, 20:00 Uhr
Igor Obłoza, Krzysztof Ścierański & Marcin Jajkiewicz: „Sufit i podłoga“ – Ein Musiktheater nach den Motiven des Werkes von Tadeusz Różewicz.

Regie: Anna Kękuś.

Igor Obłoza – Schauspieler. Geboren 1988 in Jelenia Góra (Hirschberg). Studierte an der Staatlichen Theaterakademie in Warschau. Während des Studiums debütierte er mit nur 21 Jahren bei dem renommierten Theaterregisseur Grzegorz Jarzyna in dessen Inszenierung des Pasolini Stückes „T.E.O.R.E.M.A.T“ im Rozmaitości Theater in Warschau. Noch im gleichen Jahr spielte er auch die Hauptrolle in dem Film „Wszystko, co kocham (Alles, was ich liebe)“ von Jacek Borcuch. Seitdem wirkt der Künstler sowohl in Theaterproduktionen wie auch im Film und Fernsehen mit. Popularität brachten ihm die Rollen in der Serie „Ojciec Mateusz(Vater Mateusz)“ und dem Kultfilm von Agnieszka Smoczyńska „Córki Dancingu (deutsch: Sirenengesang)“. In Berlin zeigt Igor Obłoza das Musiktheaterstück „Sufit i podłoga (Die Decke und der Boden)” mit den Gedichten von Tadeusz Różewicz und Cyprian Kamil Norwid. Der Schauspieler wird von dem populären Sänger Marcin Jajkiewicz, bekannt aus der polnischen DSDS-Version „Idol“ und dem europaweit von der Fachpresse geschätzten Jazzgitarristen Krzysztof Ścierański begleitet.

Donnerstag, 20. Juni 2019, 20:00 Uhr
Olga Avigail-Mieleszczuk & Band: „Yiddish Tango”

Olga Avigail-Mieleszczuk Chansonsängerin, Akkordeonistin und Anthropologin.
Studierte Klassische Musik an der Fryderyk Chopin Musikhochschule in Warschau und Anthropologie an der Warschauer Universität. Früh hat die Künstlerin die aschkenasische Musik für sich entdeckt. In Begleitung von dem Trio „Tango Attack“, in dem man den Bandoneon Virtuosen, Grzegorz Bożewicz, bewundern kann, präsentiert die Sängerin in Berlin polnische Lieder, überwiegend Tangos, die in der Vorkriegszeit in Warschau komponiert wurden und die lebhafte jüdische Tradition der polnischen Hauptstadt beweisen.

 

Moderation, Übersetzung, Projektkoordination: Celina Muza

 

Einlass: 19:00 Uhr, Eintritt frei.
Anmeldungen: info@pol-in.eu

 
Das Projekt „Fusionen“ wird gefördert von der Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages.

 
Gefördert durch das Ministerium für Auswärtige Angelegenheiten der Republik Polen.

 

Der Verein POLin Polnische Frauen in Wirtschaft und Kultur e.V. ist seit 2001 in Berlin, Hamburg und NRW aktiv. Er realisiert eigene Projekte im Bereich Kunst, Musik sowie Wirtschaft und unterstützt Aktivitäten anderer deutsch-polnischer Organisationen.

www.pol-in.eu

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NON OMNIS MORIAR

 

 

 

POLin Polnische Frauen in Wirtschaft und Kultur e. V. präsentiert:

NON OMNIS MORIAR – Celina Muza & Susanne Folk Trio spielen neue Kompositionen zu den Gedichten von Mascha Kaléko, Lili Grün und Zuzanna Ginczanka.

Donnerstag, 14. März 2019, 21:00 Uhr
Kunstfabrik Schlot, Invalidenstraße 117, 10115 Berlin

Einlass: 20:00 Uhr, Eintritt frei. Spenden erbeten.
Anmeldungen:info@pol-in.eu

„Man hat Mascha Kaléko verglichen mit Morgenstern, Kästner, Ringelnatz, aber das trifft es nicht. Sie hat deren Verspieltheit, satirische Schärfe und Sprachwitz, aber es kommt ein Sehnen hinzu, eine zarte Zerbrechlichkeit, die den Atem nehmen kann.“ – Jan Schulze-Ojala, Der Tagesspiegel

Die Neuvertonungen der Gedichte von Mascha Kaleko durch Susanne Folk und die Interpretation durch Celina Muza geben genau diese Stärken der Gedichte wieder, wie sie Jan Schulze-Ojala beschrieben hat. Jazzig verspielt, wenn erfordert satirisch scharf und pointiert, getragen von verspielter Leichtigkeit. Ebenso gilt dies für die erst kürzlich wieder entdeckten Gedichte von Lily Grün, die zum ersten Mal vertont wurden. Lily Grün ist die Verbindung zur dritten jüdischen Dichterin dieses Programms: Zuzanna Ginczanka. Beide sind Opfer des Holocausts. Beide gerieten in Vergessenheit.

In Polen erfährt Zuzanna Ginczanka in den letzten Jahren eine Wiederentdeckung. Ihr Gedicht „Non Omnis Moriar“ ist das bislang einzige, das auf Deutsch vorliegt. Sie schrieb dieses Gedicht, nachdem sie von Nachbarn in Lemberg an die Deutschen verraten wurde, ihre gesamte weitere Flucht trug sie es stets bei sich. Kurz vor Kriegsende wurde sie erneut verraten und von der Gestapo erschossen. Dieses Gedicht ist ein berührendes Zeugnis der Shoah.
Mascha Kaleko, Lily Grün und Zuzanna Ginczanka – sie werden niemals ganz sterben: Non Omnis Moriar.

 

 

„…Celina Muza, eine in Berlin lebende und künstlerisch tätige polnische Sängerin und Schauspielerin, bekannt u.a. durch ihre Rollen im Teatr Muzyczny in Gdynia, hat beim Festival sehr melodische, auf lyrischen Texten basierende Lieder präsentiert. Zusammen mit den sie begleitenden Künstlern: Susanne Folk (Saxofon, Klarinette), Benedikt Jahnel (Klavier) und Roland Fidezius (Bass) hat sie Musik komponiert, die den Charakter der dargestellten lyrischen Werke auf hervorragende Weise wiedergab. In den Kompositionen gab es Nostalgie, Lyrismus, aber auch viel Selbstsicherheit, Keckheit und Freude. Die Gedichte der drei Dichterinnen wurden betont so ausgewählt, dass die Werke jeder von ihnen als Antworten auf die künstlerischen Aussagen der Anderen betrachtet werden können. Das Programm bezauberte durch seine Schlüssigkeit und die konsequente Realisierung seiner Idee; die Lieder waren bewegend und sehr reich arrangiert. Bei diesem Auftritt musste ich an die besten Traditionen der Lieder aus Oppeln denken, obwohl natürlich in einer eher kammermusikalischen Ausführung. Celina Muza und ihre Musiker haben eine ganze Ladung von Wärme und Güte von der Bühne vermittelt, das Publikum hat dies gespürt und mit großem Applaus belohnt…“

 

Małgorzata Bierejszyk, Gazeta Świętojańska, Danzig

 

Foto: Gabriella Falana

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